Vor der Grazer Gemeinderatswahl rückt Neos-Spitzenkandidat Philipp Pointner das Thema Bildung in den Vordergrund. Er spricht sich dafür aus, dass Kinder beim Schuleintritt ausreichend Deutsch sprechen sollen, und hält eine verpflichtende Sprachstandserhebung bereits bei Dreijährigen für sinnvoll.
Pointner will damit einen Schwerpunkt setzen, der für die kommenden Jahre in Graz politisch brisant bleibt: die frühe Sprachförderung und der Umgang mit Kindern, die beim Start in die Schule noch nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen. Der Neos-Politiker sieht darin eine zentrale Voraussetzung für gleiche Bildungschancen. In dem Zusammenhang plädiert er für frühere Erhebungen, um Unterstützungsbedarf rechtzeitig zu erkennen.
Mit der Schwerpunktsetzung grenzt sich Pointner auch von der FPÖ ab. Deren Bildungspolitik bezeichnet er als ausschließend. Inhaltliche Überschneidungen sieht er nach eigenen Worten nicht. Für die Neos sei ein anderer Zugang entscheidend: Förderung statt Ausgrenzung.
Politisch sorgt Pointner zugleich mit einer Personalentscheidung für Diskussionen. Er hält an der Aufnahme des ehemaligen FPÖ-Politikers Alexis Pascuttini auf der Neos-Wahlliste fest. Pascuttini war in der Vergangenheit an der Aufklärung der Grazer Finanzaffäre beteiligt. Pointner beschreibt ihn als liberal und bei den Neos gut aufgehoben.
Für die Grazer Neos wird Bildung damit zum zentralen Wahlkampfthema. Pointner setzt auf eine Debatte über frühe Sprachförderung, bessere Startchancen in der Schule und einen klaren inhaltlichen Kontrast zu den politischen Mitbewerbern.









