Mit den Windparks Loidesthal II und Ebreichsdorf nimmt Wien Energie in den kommenden Tagen zwei weitere Anlagen in Niederösterreich in Betrieb. Zusammen sollen sie künftig Strom für rund 64.000 Haushalte liefern und den Ausbau der Wiener Ökostromversorgung beschleunigen.
Am 19. Juni geht Loidesthal II bei Zistersdorf ans Netz, Anfang Juli folgt Ebreichsdorf im Bezirk Baden. Loidesthal II ist mit 62 Megawatt die größere der beiden Anlagen und gilt als stärkster Windpark im Bestand von Wien Energie und ImWind. Der Windpark Ebreichsdorf bringt weitere 35 Megawatt Leistung.
Die beiden Projekte sind Teil der Ausbauoffensive nach der Übernahme des Ökostromunternehmens ImWind durch die Stadt Wien Ende des Vorjahres. Mit dem Kauf kamen 52 Windkraft- und vier Photovoltaikanlagen zum Portfolio von Wien Energie dazu. Die nun startenden Windparks markieren damit einen weiteren Schritt beim Ausbau der eigenen Erzeugungskapazitäten.
Begleitet wird der Start von politischer Rückendeckung aus dem Wiener Rathaus. Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) verwies auf die Bedeutung der Projekte für die Energiewende der Stadt. Wien verfolgt das Ziel, bis 2030 die Vollversorgung mit Ökostrom zu erreichen. Dafür sind weitere zusätzliche Kapazitäten nötig, auch außerhalb des Stadtgebiets.
Der Zeitpunkt fällt in eine Phase, in der der Ausbau erneuerbarer Energie politisch beschleunigt werden soll. Der Nationalrat hat am vergangenen Donnerstag das Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz beschlossen. Es soll Genehmigungsverfahren für Windkraft, Photovoltaik und Stromnetze rascher machen. Für Projekte wie jene in Niederösterreich, die auch Wien mit erneuerbarem Strom versorgen, könnte das künftige Verfahren damit einfacher werden.
Zusammen sollen Loidesthal II und Ebreichsdorf nach Angaben der Stadt den Jahresbedarf von rund 64.000 Durchschnittshaushalten decken. Für Wien ist das ein relevanter Baustein auf dem Weg zur stärkeren Eigenversorgung mit grünem Strom.









