Für Bryan Teixeira bleibt der Moment unvergessen, als er erstmals für Kap Verde traf. Der frühere Sturm-Spieler hat für die Nationalmannschaft des Inselstaats sieben Länderspiele bestritten und verfolgt die aktuellen Auftritte seiner „Brüder“ bei der WM vor dem Fernseher mit großer Anteilnahme.
Der 25-Jährige schildert den Treffer als emotionalen Höhepunkt seiner bisherigen Laufbahn. Auch lange danach seien die Eindrücke noch präsent, sagte Teixeira sinngemäß mit Blick auf den historischen Augenblick im Kap-Verde-Trikot. Für einen Spieler, der im Klubfußball in Österreich auf sich aufmerksam machte, war das Tor mehr als nur ein persönlicher Erfolg: Es bedeutete ein weiteres Kapitel in einer Karriere mit klarer Bindung an das Land seiner Herkunft.
Kap Verde hat sich in den vergangenen Jahren im afrikanischen Fußball stetig etabliert. Die Nationalmannschaft gilt zwar nicht als Schwergewicht des Kontinents, hat sich aber mit einer kompakten Spielweise und einer gewachsenen Generation an Legionären international Respekt verschafft. Dass Teixeira Teil dieses Kaders war, unterstreicht, wie stark Kap Verde auch auf Spieler setzt, die ihre Ausbildung oder ihre Klubstationen im Ausland haben.
Teixeira selbst kennt den österreichischen Fußball aus seiner Zeit bei Sturm. Sein Weg führte ihn danach weiter, die Verbundenheit zu Kap Verde blieb. Dass er die WM-Partien seines Nationalteams nun nur noch aus der Distanz verfolgt, ändert für ihn nichts an der Nähe zu seinen ehemaligen Teamkollegen. Der Stürmer macht aus seiner Unterstützung keinen Hehl: Er drückt Kap Verde vor dem Bildschirm die Daumen.
Gerade für Spieler aus kleineren Fußballnationen hat ein Tor im Nationalteam oft besonderes Gewicht. Es ist nicht nur statistisch relevant, sondern auch emotional aufgeladen, weil es für ein Land steht, das auf der WM-Bühne um Sichtbarkeit kämpft. Für Teixeira ist dieser Treffer offenbar genau so ein Moment geblieben: einer, für den ihm noch heute die Worte fehlen.









