Die ÖVP hat die Gemeinderatswahl in Neunkirchen am Sonntag mit einem hauchdünnen Vorsprung gewonnen. Die Volkspartei erreichte 31,69 Prozent und lag damit nur 0,24 Prozentpunkte vor der SPÖ, die auf 31,45 Prozent kam. Für Bürgermeister Peter Teix wird die Regierungsbildung damit zur Rechenaufgabe.
Im Vergleich zum Urnengang im Jänner 2025 verlor die ÖVP 3,52 Prozentpunkte. Auch die SPÖ legte im Vergleich zu 2020 nicht zu, sondern blieb mit 31,45 Prozent leicht unter ihrem damaligen Ergebnis von 32,48 Prozent.
Auf Platz drei landete die FPÖ mit 19,12 Prozent. Auch sie musste Verluste hinnehmen, nachdem sie 2020 noch auf 23,16 Prozent gekommen war. Damit verschob sich das Kräfteverhältnis im Gemeinderat zwar nicht grundsätzlich, doch die Mehrheitsverhältnisse sind eng geblieben.
Teix sucht nun nach regierungsfähigen Mehrheiten. Nach einem Ergebnis mit minimalem Abstand zwischen den beiden stärksten Parteien dürfte die künftige Zusammenarbeit im Gemeinderat entscheidend dafür sein, wie stabil die nächste Stadtregierung arbeiten kann.
Neunkirchen ist damit eines jener Ergebnisse, bei denen wenige Stimmen über die Spitzenposition entscheiden. Politisch bemerkenswert ist weniger der Sieg der ÖVP als dessen knapper Charakter: Die Volkspartei konnte Platz eins halten, verlor aber deutlich an Unterstützung, während die SPÖ nahezu gleichauf blieb.









