Eine neue Umfrage zur aktuellen politischen Lage in Österreich zeichnet ein deutliches Bild: FPÖ-Chef Herbert Kickl liegt demnach bereits stärker als die gesamte Dreier-Koalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS. Auslöser der Verschiebung ist die Krise in der SPÖ, die nach den erhobenen Daten auch das Vertrauen in die Bundesregierung belastet.
Fast zwei Drittel der Befragten geben laut Erhebung an, bereits entstandene Schäden durch die politische Krise zu erkennen. Damit ist die Skepsis gegenüber der Koalition deutlich gestiegen. Die Regierung steht damit weiter unter Druck, zumal sich die Stimmung nicht nur auf die Sozialdemokratie, sondern auf das gesamte Bündnis auswirkt.
Besonders heikel ist für die Koalitionsparteien auch der Blick auf mögliche Wahlen in den Bundesländern. Laut Umfrage drohen den Landeshauptleuten „Denkzettel-Wahlen“. Das deutet darauf hin, dass die aktuelle Bundespolitik auch auf die Landesebene zurückschlagen könnte.
Gleichzeitig nimmt die Zustimmung zu vorgezogenen Neuwahlen zu. Nur mehr 51 Prozent der Befragten sprechen sich laut der Erhebung gegen einen früheren Urnengang aus. Damit ist die Mehrheit gegen Neuwahlen zwar noch vorhanden, fällt aber inzwischen knapp aus.
Die Zahlen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Bundesregierung ohnehin mit internen Spannungen und wachsender Kritik konfrontiert ist. Vor allem für die SPÖ verschärft die jüngste Krise die Lage zusätzlich. Für die Dreier-Koalition wird es damit schwieriger, politisch wieder Tritt zu fassen.









