Der Einsturz der Reichsbrücke hat vor 50 Jahren die Kontrolle von Brücken in Österreich nachhaltig verändert. Das Unglück vom 1. August 1976, bei dem in den frühen Morgenstunden eine Person ums Leben kam, war ausschlaggebend für ein österreichweit gültiges Regelwerk für Brückenkontrollen.
Die Reichsbrücke stürzte kurz nach 4.30 Uhr in Wien ein. Die Wucht des Einsturzes war so groß, dass sogar die Seismografen bei der Erbebenstation auf der Hohen Warte ausschlugen. Der damalige Bürgermeister Leopold Gratz (SPÖ) ordnete noch am Tag des Unglücks die Überprüfung der übrigen Donaubrücken an.
Bei diesen Kontrollen traten auch an der Floridsdorfer Brücke schwere Mängel zutage. Der Vorfall wurde damit zu einem Auslöser dafür, Brücken regelmäßig und einheitlich zu prüfen.
Der Einsturz gilt bis heute als prägendes Ereignis in der Wiener Verkehrsgeschichte. Er machte deutlich, wie wichtig systematische Kontrollen für die Sicherheit großer Verkehrsverbindungen sind.









