Ercan Kara hat Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup mit Verzögerung für sich gewonnen. Der Stürmer, der bei den Hütteldorfern wieder stärker in den Planungen auftaucht, beschreibt selbst Veränderungen bei sich und im Team.
Für Rapid ist das eine Entwicklung mit sportlicher Bedeutung. Kara gilt als Angreifer, der im Strafraum Präsenz bringt und damit ein Profil mitbringt, das Trainer oft erst im täglichen Arbeiten schätzen. Dass Thorup ihn nun offenbar anders bewertet als zu Beginn, spricht für eine spürbare Annäherung zwischen Spieler und Trainerstab.
Der 30-jährige Österreicher war in der Vergangenheit immer wieder ein Thema bei den Grün-Weißen, nun findet er offenbar auch im aktuellen Umfeld neue Fürsprecher. Gerade in einer Phase, in der Rapid im Angriff auf unterschiedliche Lösungen setzt, kann ein Stürmer mit klarer Rollenbeschreibung an Wert gewinnen.
Kara selbst verweist auf Veränderungen bei sich und im Team. Damit ist gemeint, dass nicht nur seine persönliche Form, sondern auch die Rahmenbedingungen im Kader und im Spielansatz eine Rolle spielen. Für einen Offensivspieler wie ihn kann das den Unterschied machen, ob er als Ergänzung oder als fixe Option gesehen wird.
Bei Rapid war zuletzt auch auf anderen Positionen Bewegung. Sportchef Markus Katzer gilt als Befürworter von Claudy Mbuyi, der nach seiner schweren Meniskusverletzung im Jänner vor dem Comeback steht. Trainer Thorup wiederum schätzt laut Klubumfeld Stürmertypen, die sich über Laufarbeit und Präsenz einbringen. Kara passt in dieses Bild.
Die Personalie zeigt damit auch, wie sich die internen Gewichtungen bei Rapid verschieben können. Was anfangs noch skeptisch betrachtet wird, kann sich im Trainingsalltag rasch ändern. Für Kara ist das jedenfalls eine Chance, sich im Angriff weiter zu empfehlen.









