Nach dem 6:2 gegen Santa Coloma und dem souveränen Einzug in die dritte Runde der Conference-League-Qualifikation hat Rapid vor dem Bundesliga-Auftakt ein Luxusproblem. Trainer Hoff Thorup kann nach den jüngsten Auftritten auf mehrere funktionierende Varianten zurückgreifen und muss nicht nur einzelne Positionen, sondern auch die personelle Balance in der Startelf abwägen.
Der klare Heimsieg gegen den Klub aus Andorra war für die Hütteldorfer mehr als nur die nächste erledigte Pflichtaufgabe. Rapid zeigte dabei offensive Durchschlagskraft und verwertete seine Chancen deutlich besser als noch in manch anderem Pflichtspiel der Vorbereitung. Mit dem Gesamtscore von 9:3 aus Hin- und Rückspiel ist der Aufstieg in die nächste Runde früh gesichert.
Besonders auffällig: Mehrere Spieler konnten sich in den vergangenen Partien für einen Platz in Thorups erster Bundesliga-Elf empfehlen. Das betrifft nicht nur die Angriffsbasis, sondern auch das Mittelfeld und die defensive Ordnung. Rapid hob nach dem Spiel gegen Santa Coloma vor allem den Zusammenhalt im Team hervor – ein Punkt, der dem Trainer bei der Kaderwahl zusätzlichen Spielraum verschafft.
Für Thorup bedeutet das vor dem Liga-Start nicht nur mehr Qualität in der Breite, sondern auch mehr Entscheidungsdruck. Je nachdem, ob er auf Tempo, Stabilität oder spielerische Variabilität setzt, stehen ihm unterschiedliche Formationen und Personalien offen. Gerade nach den positiven Eindrücken in der Qualifikation dürfte es daher auch darum gehen, jene Elf zu finden, die die zuletzt gezeigte Verlässlichkeit in die Bundesliga mitnimmt.
Die Ausgangslage ist damit klar: Rapid hat seine Pflichtaufgaben bisher erledigt, die Mannschaft wirkt gefestigt, und der Trainer verfügt vor dem Start in die Meisterschaft über mehrere überzeugende Optionen. Welche davon den Vorzug erhält, wird sich nun mit Blick auf den ersten Liga-Auftritt zeigen.









