Nach der Kollision der „MS Anna Katharina“ mit der Schleuse Freudenau in Wien wird die Black Box des Donau-Kreuzfahrtschiffs ausgewertet. Die Daten sollen helfen, den Unfallhergang zu klären. Bei dem Vorfall in der Nacht auf Freitag waren rund 200 Menschen an Bord, 14 Personen wurden leicht verletzt.
Das Schiff war zunächst gegen die Schleusenmauer und anschließend gegen das rechte Schleusentor geprallt. Danach wurde es auf Anordnung der Schifffahrtsaufsicht in eine Werft nach Linz gebracht und soll dort repariert werden. Parallel dazu laufen auch die polizeilichen Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung. Als mögliche Ursache gilt neben menschlichem Versagen auch ein technischer Defekt.
Auch an der Anlage selbst sind Arbeiten nötig. Die rechte Schleusenkammer der Freudenau ist beschädigt und bleibt für die Reparatur voraussichtlich rund zwei Wochen gesperrt. Der Schiffsverkehr wird in dieser Zeit über die linke Kammer abgewickelt. Wegen des derzeitigen Niederwassers auf der Donau ist das Verkehrsaufkommen nach Angaben des Betreibers Verbund allerdings ohnehin gering.
Die Schäden an der Schleuse wurden bereits von Expertinnen und Experten des Verbunds begutachtet. Demnach ist die rechte Schleusenkammer mittelschwer beschädigt, ein Totalschaden liegt nicht vor. Die Hauptlast des Aufpralls habe der Mittelpfeiler der Schleusenmauer abgefangen, ehe das Passagierschiff gegen das rechte Schleusentor prallte.
Die Black Box des Schiffs war freiwillig an Bord und wird nun vom Betreiber sowie von der niederländischen Zulassungsbehörde ausgewertet. Von den Ergebnissen erhoffen sich die Ermittler weitere Hinweise darauf, wie es zu dem Unfall kommen konnte.









